vhw Mitteilungen

Bei den vhw Mitteilungen handelt es sich um die Verbandszeitschrift des  vhw. Das Inhaltsverzeichnis und den einleitenden Artikel „Auf ein Wort“  finden Sie in den folgenden Links.

vhw Mitteilungen (aktuelle Ausgabe)
Auf ein Wort

Sonstige Ereignisse und Aktivitäten

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Archiv

vhw Treffen in Hamburg

01.11.2022: vhw-Treffen in Hamburg

Bereits im Sommer 2023 waren sich die Hamburger vhw-Mitglieder einig: sie wollen einen eigenen vhw-Landesverband gründen. Prof. Dr. Manfred Krüger begleitet diesen Prozess als Ansprechpartner des vhw-Bundes bereits einige Jahre. Einerseits stellte er den Kontakt zwischen dem vhw Bundesverband als auch zwischen den Mitgliedern selbst her. Bereits 2017 gab es ein erstes Treffen im engsten Kreis an der HAW in Hamburg-Bergedorf.
Am Dienstag, dem 1.11.2022, traf sich eine kleine aber sehr engagierte Gruppe der Hamburger vhw-Mitglieder an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in Hamburg. Gastgeber war Prof. Dr. Frank Schäfer, der an der HAW in der Fakultät Technik und Informatik lehrt.
Die Teilnehmenden bestätigten ihren Willen, einen vhw Hansestadt Hamburg zu gründen. Sie entwarfen sowohl eine mögliche Satzung als auch eine entsprechende Beitragsordnung für den zukünftigen Landesverband.
Auch erklärten einige der Anwesenden, dass sie bereit sind, ggf. eine Funktion im neuen Landesvorstand zu übernehmen.
Einige wenige Aufgaben müssen noch an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden.
Nun gilt es, in den nächsten Wochen noch mehr Mitglieder zu gewinnen. Die vhw- und dbb-Flyer unterstützen diesen Prozess. Besonders wichtig ist aber das persönliche Gespräch.
Schließlich einigt sich die Gruppe auf einen möglichen Gründungstermin. Anfang des Jahres 2023 könnte es einen vhw Hansestadt Hamburg geben.

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von links nach rechts: Dr. Petra Kirsch, Prof. Dr. Manfred Krüger, Prof. Dr. Frank Schäfer und Francesco Gelati beim Treffen in Hamburg

Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) verweigert die Verhandlungen für die Weiterentwicklung der Eingruppierung der Lehrkräfte (TV EntgO-L)

Die Gewerkschaften DBB beamtenbund und tarifunion mit Dr. Ulrich Weber aus dem Bundesvorstand des vhw, GEW und ver.di haben sich in einem Brief an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder gewandt. Darin äußern sie ihr Unverständnis, dass sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)  den Verhandlungen für die Weiterentwicklung der Eingruppierung der Lehrkräfte (TV EntgO-L) verweigert, die in der Tarifrunde 2019 verbindlich vereinbart wurden.

Nach einem Auftakt im Juni 2020 soll es keine weiteren Verhandlungstermine geben. Begründet wurde dies mit der „gewerkschaftsseitigen Blockadehaltung bei der ebenfalls in der Entgeltrunde 2019 vereinbarten qualifizierten Gesprächszusage zu § 12 TV-L …; hier besteht ein unlösbarer Zusammenhang.“ Einmal mehr führt dieses Verhalten der TdL dazu, dass wichtige tarifliche Aufgaben nicht abgearbeitet und im Sinne aller gelöst werden können.

Die Weiterentwicklung der Eingruppierung der Lehrkräfte sollte – so wurde es 2017 vereinbart – bereits vor der Tarifrunde 2019 soweit inhaltlich vorbereitet werden, dass ein unkomplizierter Abschluss im Rahmen der Tarifeinigung erreicht wird. Die TdL verlagerte das gesamte Forderungspaket jedoch in die Tarifrunde. Nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, wurde eine verbindliche Vereinbarung in Gestalt einer Protokollerklärung getroffen, mit der sich die Tarifvertragsparteien verpflichteten, nach Abschluss der Entgeltrunde 2019 Tarifverhandlungen aufzunehmen. Die TdL lehnte es im Rahmen der Redaktionsverhandlungen ab, diese Protokollerklärung direkt in den Tarifvertrag aufzunehmen mit dem Hinweis, dass sie sich natürlich an ihre
Verhandlungszusage gebunden sehe und die Aufnahme der Protokollerklärung nicht notwendig sei.

Das waren leider Lippenbekenntnisse, denn nach einem kurzen Verhandlungsauftakt, der erst im Juni 2020 stattfand, wurde die Vereinbarung weiterer Termine abgelehnt, solange es keine Gespräche zu § 12 TV-L gibt. Bereits 2018 hat die TdL umfassend Tarifverhandlungen – aber auch Tarifgespräche –
abgesagt und dies mit den damit nicht zusammenhängenden Streiks an zwei Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen begründet.

Es muss einmal mehr festgestellt werden, dass eine vertrauensvolle Tarifpartnerschaft nicht gewährleistet ist, solange Themen miteinander verknüpft werden, zwischen denen kein tarifpolitischer Zusammenhang besteht. Festzustellen ist, dass Themen, die in der Vergangenheit im Rahmen der Tarifpflege vertrauensvoll außerhalb der Tarifrunden abgearbeitet wurden, nunmehr in die Tarifrunden verlagert und dort mit Vereinbarungen abgehandelt werden, die offensichtlich nicht umgesetzt werden. Gerade in der aktuellen Situation ist es jedoch wichtiger denn je, verlässlich und sachlich miteinander umzugehen und zielorientiert an den bestehenden Problemen zu arbeiten. In diesem Sinne erwarten die Gewerkschaften, dass die Verhandlungen zeitnah wieder aufgenommen werden. Die Eingruppierung der Lehrkräfte nach dem TV EntgO-L muss – auch mit Verweis auf den akuten Lehrkräftemangel – endlich praxis- und lösungsorientiert vorangebracht werden.

Dr. Ulrich Weber (3. von links) vom vhw ist Mitglied der dbb Verhandlungskommission
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